Erst die Musik. Dann die Worte.

Von frühester Kindheit an erhielt Gerd Müller-Lorenz Klavier-, Orgel-, Geigen- und Trompetenunterricht. Einbezogen waren die Fächer Tonsatz, Generalbass und Partiturspiel. Auch sammelte er früh unter fachkundiger Anleitung erste Erfahrungen im Ensemblespiel und in der Leitung von Ensembles. Interesse und Freude an Interaktion mit anderen Musikern, am Gestalten, wurde wach. Aus Begeisterung und Berufung wurde Beruf.

Er studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover Klavier und Dirigieren bei Karl Engel, Heinz Hennig, Hans-Herbert Jöris, Lutz Köhler und Helmut Lachenmann. Während dieser Zeit leitete er u.a. das Orchester der medizinischen Hochschule Hannover. Darüber hinaus gründete er das ‚Junge Kammerorchester Hannover‘ und war Korrepetitor in der Opernabteilung der Musikhochschule.

Nach seiner Ausbildung war er als freier Dirigent, Klavierbegleiter und Korrepetitor (u.a. Stadttheater Münster) tätig und übernahm einen Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover für Partiturspiel und Dirigieren.

Seine pädagogische Tätigkeit setzte er für nahezu zwei Jahrzehnte als Professor an der Musikhochschule Lübeck fort. Er leitete Arbeitsphasen des dortigen und des Hochschulorchesters der Nürnberger Musikhochschule.

Sein großes Interesse an slawischer Musik und Kultur findet auch Ausdruck in Engagements als Gastdirigent der Orchester an den Musikhochschulen in Gdansk und Wroclaw (PL) sowie des Konservatoriums in Saratow (RUS). Auch Projekte mit dem ABAM-Orchester (Association of Baltic Academies of Music) standen unter seiner Leitung.

Die Förderung junger Solisten, Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten liegt ihm besonders am Herzen. Für einige Jahre arbeitete er mit den Landesjugendorchestern des Saarlandes und Schleswig-Holsteins.

Seine vielseitige künstlerische Arbeit führte ihn nach England, Italien, Polen, Russland, China, Nord- und Südamerika und in die Schweiz:
Auf Einladung von Kurt Masur arbeitete er mit dem New York Philharmonic Orchestra.
Weiterhin dirigierte er u.a. das National Radio Orchestra Bukarest (RO), das Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, das Sinfonieorchester Aachen, die Nürnberger Symphoniker, das Philharmonische Orchester Würzburg, die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, das Orchestra Sinfonica di Sanremo (I), die Baltische Philharmonie Gdańsk (PL), das Philharmonische Orchester Saratow (RUS), die Kammerphilharmonie Graubünden (Chur, CH) sowie die Sinfonietta Tübingen.

Sein 2014 entstandenes Orchester AOIDE Symphonie, in dem Musikerinnen und Musiker europäisch-internationaler Herkunft mitwirken, akzentuiert den Zusammenhalt der Menschen und Staaten Europas. (www.AOIDE-Symphonie.de)

Mit der von ihm gegründeten Sinfonietta Baltica (Lübeck) konzertierte er beim Schleswig Holstein Musik Festival, beim Klassikfestival Ruhr und beim Festival „Stimmen Europas”.

Das Haydn-Orchester Hamburg, dessen Repertoire er von der Wiener Klassik über die Sinfonik des neunzehnten Jahrhunderts auch für Werke der Moderne öffnete, nahm unter seiner langjährigen Leitung eine bedeutende und weithin beachtete künstlerische Entwicklung.

Nachhaltige künstlerische Impulse erhielt er durch Zusammenarbeit mit Claudio Abbado, Pierre Boulez, Hans-Werner Henze, Kurt Masur, Herbert Blomstedt, Vladimir Ashkenazy, Mstislaw Rostropowitsch u.v.a.m.

Als Pianist widmet er sich gemeinsam mit instrumental- und Gesangs-Partnern der Kammermusik und dem Kunstlied.

Sein weit gespanntes Repertoire reicht von der Alten Musik bis zur Moderne: Sinfonik, Solokonzert, Chorsinfonik und Kammermusik zählen ebenso dazu wie Oper und Operette. Stets ist ihm die Aufführung zeitgenössischer Werke ein Anliegen.

Über viele Jahre war er Gastdirigent bei deutschen Rundfunkchören in Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und München.


Führungskräften macht er seine Expertise in Vorträgen und Trainings zugänglich.

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